ALLERGIKER müssen mit zunehmendem POLLENFLUG von BIRKE und ESCHE rechnen

Bayerns Gesundheitsministerin: Rund 1,4 Millionen Menschen in Bayern von Heuschnupfen betroffen

Mit den steigenden Temperaturen nimmt auch der Pollenflug in Bayern zu. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Donnerstag hingewiesen. Die Ministerin betonte: „Im April fliegen vor allem Baumpollen der Birke und Esche, aber auch noch Hasel- und Erlenpollen sowie erste Gräserpollen können unterwegs sein. In diesem Jahr hat der Pollenflug aufgrund der milden Temperaturen bereits früher als gewöhnlich im Februar begonnen. Ab Mai werden voraussichtlich vor allem Gräser- und Roggenpollen Allergikerinnen und Allergikern zu schaffen machen.“

Bayerns elektronisches Polleninformationsnetzwerk (ePIN) misst mit Hilfe von elektronischen Pollenflugmessstationen seit 2019 den aktuellen Pollenflug in Bayern. Ende März wurden an allen acht Messstandorten in Bayern vorrangig Esche erkannt. Zuvor wurden im Februar vor allem Hasel- und Erlenpollen verzeichnet.

Gerlach erläuterte: „Schätzungen zufolge leiden in Bayern aktuell rund 3,5 Millionen Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren unter Allergien, rund 1,4 Millionen davon sind von Heuschnupfen betroffen. Pollen können neben klassischen Heuschnupfen-Symptomen wie juckenden Augen auch Atemwegsbeschwerden und Asthma-Symptome auslösen. Bei akuten Beschwerden sollten sich Betroffene ärztlich beraten lassen, denn mit passenden Medikamenten können die Symptome gelindert werden.“

Ab Juli kommen Beifuß- und Ambrosiapollen hinzu. Ambrosiapollen können bis in den Oktober hinein in der Luft sein. Die Pollenflugsaison kann daher bis zum Herbst andauern.

Professor Dr. med. Caroline Herr, Amtsleiterin Gesundheit am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erklärte: „Aufgrund des Klimawandels verändern sich beispielsweise die Temperaturen. Dadurch können auch die Belastungen für Allergikerinnen und Allergiker zunehmen, zum Beispiel durch eine Verlängerung der Pollensaison und einen vermehrten Pollenflug. Es ist daher von besonderer Bedeutung, gesundheitliche Auswirkungen im Zuge des Klimawandels im Blick zu haben.“

Weitere Informationen sowie aktuelle Pollenflugdaten finden Sie unter: www.epin.bayern.de.

Foto:
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

 

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